Ab 1. Januar 2019 neu im Seelsorgeteam: Diakon Martin Fischer

Martin Fischer wird ab dem 1. Januar 2019 als Diakon das Seelsorgeteam der Gesamtkirchengemeinde Stuttgarter Madonna ergänzen.

Grüß Gott, mein Name ist Martin Fischer und ich werde ab dem 1. Januar 2019 als Diakon das Seelsorgeteam der Gesamtkirchengemeinde Stuttgarter Madonna ergänzen. 2014 wurde ich von Weihbischof Kreidler zum Diakon geweiht und bin seit 2 Jahren Sprecher der Charismatischen Erneuerung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. (http://rottenburg-stuttgart.erneuerung.de).

Im Moment leite ich noch zusammen mit meiner Frau unser Trainings- und Beratungsunternehmen, das wir gemeinsam seit 2001 aufgebaut haben (www.fischertraining.de). Wir haben 3 Kinder im Alter von 20, 18 und 12 Jahren und wohnen an den Hängen des Remstals in Aichwald-Aichelberg.

In der Gesamtkirchengemeinde Stuttgarter Madonna werde ich zu 50% meiner Tätigkeit als Gemeindediakon tätig sein. Die anderen 50% bin als Projektleiter für ein diözesanes Gemeindegründungsprojekt tätig. Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und die Begegnungen mit Ihnen.

 

Ein besonderes Projekt

Mich bewegt schon seit vielen Jahren, dass sich viele getaufte Katholiken von der Kirche entfernt haben. Die meisten haben bis auf Taufe, Erstkommunion oder Firmung gar keinen Kontakt mehr zu ihrer Kirchengemeinde und besuchen keine Gottesdienste mehr. Viele Jugendliche und junge Erwachsene empfinden den Gottesdienst als langweilig und ohne Bezug zu ihrer Lebenswirklichkeit. Auf der anderen Seite verzeichnen freie charismatische Gemeinden starke Zuwächse: Während der Gottesdienstbesuch in katholischen Gemeinden pro Jahr um 4% abnimmt, erleben charismatische Gemeinden ein Wachstum von jährlich 3,5%. Nicht wenige frühere Katholiken haben dort eine neue geistliche Heimat gefunden.

Um dem zu begegnen, hat die Diözese entschieden, durch eine Projektstelle eine katholische Personalgemeinde mit charismatischer Spiritualität für die Region Stuttgart aufzubauen. Vorrangiges Ziel dieser Gründung ist es, entkirchlichten Menschen und Menschen aus kirchenfernen Millieus einen niedrigschwelligen Zugang zum Glauben und zur Kirche zu eröffnen und sozial-missionarisch zu wirken. Ein weiteres zentrales Ziel ist es, für die Menschen, die sonst in Freikirchen abwandern, ein attraktives Angebot innerhalb der katholischen Kirche zu schaffen.

Dazu wird der Weg beschritten, die pastoralen Stärken freier charismatischer Gemeinden aufzugreifen und in einer attraktiven Weise katholisch umzusetzen. Leitgedanke dabei ist, alte und neue Schätze zusammenzubringen und das Beste aus beiden Welten zu vereinigen.

Wie wird das konkret aussehen?

Also Ort für diese Gemeindegründung hat sich Neugereut als idealer Standort ergeben, da es von den Räumlichkeiten und der ökumenischen Ausrichtung hervorragend zum Charakter des Projekts passt. Kernelemente der neuen Gemeinde sind folgende:

  • Es gibt einen wöchentlichen Sonntags-Gottesdienst zu familienfreundlicher Zeit – wenn möglich als Heilige Messe.
  • Um junge Familien zu erreichen, sind die Sonntags-Gottesdienste grundsätzlich mit Kindergottesdiensten
  • Im Gottesdienst gibt es zeitgemäße Musik durch Lobpreis-Bands (ähnlich wie beim Nightfever in St. Eberhard)
  • Als Basis der Gemeinde gibt es die Möglichkeit, Teil einer Kleingruppe zu sein, um dort gemeinsam Glauben zu leben und zu wachsen
  • Wir versuchen, Menschen durch Alphakurse und Evangelisation für Christus zu erreichen
  • Die Gemeinde und ihre Verkündigung hat bei alledem ein klares katholisch-sakramentales Profil, und ist orientiert am Lehramt der Kirche


Zielgruppe für die neue Gemeinde ist die Region Stuttgart mit einem Umkreis von ca. 20 km. Dies berücksichtigt, dass die Bindung an eine territoriale Gemeinde immer mehr abnimmt, bereits heute wählen ja viele Menschen in Stuttgart ihre Gottesdienstgemeinde nach anderen Kriterien als dem Wohnort aus.

Für eine erfolgreiche Umsetzung wird das Projekt durch Weihbischof Thomas Maria Renz, durch Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats, des Stadtdekanats Stuttgart und der Bischof-Moser-Stiftung (die Fördergelder zur Verfügung stellt) begleitet.

Leitgedanke: Neues schaffen, aber niemand etwas Liebgewordenes wegnehmen

Wichtig ist im Blick auf das Projekt, dass es neue Zielgruppen ansprechen soll, aber vermutlich viele Gottesdienstbesucher lieber in ihre gewohnte Messe gehen. Daher bleiben die Gottesdienstzeiten in Neugereut für die reguläre Gemeinde bestehen. Die Gottesdienste der Projektgemeinde finden danach statt.

Durch den Einsatz von dem Projekt verbunden Priestern oder Diakonen werden die Geistlichen der Gesamtkirchengemeinde durch das Projekt nicht oder nur minimal beansprucht.

Auch die Stelle des Projektleiters kommt zusätzlich zur Stellenausstattung der Gesamtkirchengemeinde dazu und belastet hier keine anderen Dienste.

Auf der anderen Seite wird das Angebot der Gemeinde bereichert durch neue Gottesdienstformen und weitere Angebote im Bereich Kinder- und Jugendarbeit.

Mitarbeit und weitere Infos

Haben Sie Fragen oder möchten Sie gerne im Projekt mit dabei sein? Dann melden Sie sich gerne per Mail: martin.fischer(at)fischertraining.de oder telefonisch unter 0170/7788722. Ich freue mich auf jeden Kontakt.

P.S.: Am 30. Juni und am 22. September findet in St. Augustinus um 18:30 Uhr ein Lobpreisgottesdienst statt. Der wird zwar aufgrund der Abendzeit ohne Kindergottesdienst sein, aber Sie können einen Eindruck gewinnen, wie die Gottesdienste in der Projektgemeinde konkret aussehen könnten. Schauen Sie doch vorbei.