Besuch der Orgelbauwerkstatt Rensch in Lauffen am Neckar

Das Gehäuse in der Montagehalle

Am Samstag, dem 8. Februar starteten um 9 Uhr 24 sehr neugierige Mitglieder des Fördervereins für Kirchenmusik, um die Orgelbauwerkstatt Rensch in Lauffen zu besuchen, wo gerade unsere Orgel nach 20 Jahren Dornröschenschlaf fertiggestellt wird. Parallel zu den Sanierungsarbeiten hat Firma Rensch am 7. und 8. Januar das komplette Oberteil der Orgel samt Windladen, Gehäuse und allen Pfeifen in die Werkstatt transportiert. Philipp Neßling, der Geschäftsführer und seine Frau haben uns dort schon erwartet. Es gab eine kleine Fortbildung in Sachen Orgelbau. Zuerst haben wir das Holzlager besichtigt, dann hat Herr Neßling die Funktionsweise der Orgel erläutert, wir haben die Schreinerei angeschaut und dann standen wir endlich in der Montagehalle vor unserer Orgel. Es wurden schon einige neue Pfeifen und die Schwellwand eingebaut, die Windladen des Haupt- und Pedalwerkes lagen aufgebänkt daneben. Das Herz des Organisten hat gleich schneller geschlagen, als er die spanisch gekröpften neuen Pfeifen des Salizional 8´ gesehen hat, die waren nämlich so gar nicht vorgesehen. Zum Schluss hat uns Herr Neßling in die „Teufels Küche“ geführt: ins Intonierzimmer. Da werden die Pfeifen, die von dem Pfeifenmacher einfach nur herablassend als „Rohr“ bezeichnet werden, ins Leben erweckt. Ihre Tonhöhe, Ansprache und Klangfarbe wird grob eingestellt. Die Feinjustierung der Klänge geschieht dann später vor Ort, es muss nämlich alles auf die akustischen Verhältnisse unserer Kirche angepasst werden. Wir haben gespürt, dass Herr Neßling ein Orgelbauer aus Leidenschaft ist, sein Herzblut ist auch bei unserer Orgel und wir waren alle einig, dass es sicher ein tolles Instrument werden wird. Wir sind mit tollen Eindrücken erfüllt noch zusammen essen gegangen, es gab natürlich nur ein Thema am Tisch: unsere Königin der Instrumente.